ARTHINKING ABOUT …
THEMEN, DIE UNS BESCHÄFTIGEN
Kollektives Gedächtnis und gesellschaftliche Narrative
Römisches Recht, griechische Demokratie und christlicher Glaube: Überzeitliche gedankliche Narrative prägen unsere Gesellschaften bis heute. Sind diese Prozesse dynamischer, fliessender, unendlicher Übergänge jemals vorbei und abgeschlossen? Wie Gesteinssedimente sind die Zeitschichten dieser Übergänge erkennbar: Die Überreste der Bilder, Metaphern und Symbole sind als eingelagerte Spuren erkennbar, die bis in unsere Gegenwart hineinwirken und unser kollektives Bewusstsein prägen

Denken in der Natur an der Grenze zur Selbstgefährdung
In der Abgeschiedenheit der Natur verändert sich das menschliche Denken. Die Wildnis wird zum Katalysator archaischer Denkprozesse, die von Überlebensinstinkten und intensiver Selbstreflexion geprägt sind. Die Landschaft dient als Spiegel und Projektionsfläche für das Unterbewusste, in dem sich Gedankenwelten und innere Bilder formen.
Künstlerische Forschung und Denkweisen als Mittel der Wissensproduktion
Das transformative Potenzial künstlerischer Forschung eröffnet überraschende Perspektiven auf die Wirklichkeit. In der Synergie von künstlerischer Praxis und wissenschaftlicher Methodik ermöglicht das produktive Infragestellen festgeschriebener Wissensstrukturen und Denkungsarten. Komplexe, realweltliche Probleme finden durch alternative Darstellungsweisen überraschende Lösungen, die neue Sichtweisen entstehen lassen.
Transformation des Denkens in Zeiten künstlicher Intelligenz
Künstliche Intelligenz als “Big Shift” verändert schon heute unser Denken und unsere Wahrnehmung: Die Grenzen zwischen realer, virtueller und imaginierter Welt verschwimmen zunehmend. Kritisches und reflexives Denken rückt in den Vordergrund. Gleichzeitig scheint es, als habe KI das Potenzial, unser Denken zu “beschleunigen”. Mit KI als Counterpart muss das aristokratisch-autonome Denken der Zukunft entwickelt werden.
Der Denkende Raum – Denken in Räumen
Räume als physische Archive, in denen vergangene gesellschaftliche Praktiken, aus denen sie entstanden sind, ablesbar werden. Eingeschriebene Erinnerungen, kollektive und individuelle Erlebnisse und Geschichten sind als Ablagerungen und Spuren sichtbar. Physisch manifest wird in erinnerten Räumen das Unsichtbare sichtbar. Räume entstehen über ihre physische Struktur hinaus durch soziale Interaktionen und gesellschaftliche Praktiken.
Gesellschaftliche Metamorphosen – Wandel der Gedankenwelten in Zeiten des Umbruchs
In der Evolution des gesellschaftlichen Denkens sind kollektive Vorstellungen und Bilder in stetem Wandel. Akzeptanz oder Sanktionierung von Normen, Werten und Denkweisen ändern sich zum Beispiel als Reaktion auf kollektive Krisen schnell und radikal. Wie können Architekturen gesellschaftlicher Mindsets, Ideologien und politischer Extreme gelesen, verstanden und aufgebrochen werden?
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